Teilen spendet Zukunft
Am Sonntag, den 25. Februar haben wir wieder mit großem Erfolg die Aktion „Familienfasttag“ durchführen können. Fasten ist nicht nur eine Frage der religiösen Vorschriften, sondern auch eine der Freiheit und Verantwortung. Es bedeutet einen Verzicht, zu dem wir uns überwinden müssen. Das kann anregen zur kritischen Prüfung der eigenen Bedürfnisse und öffnet den Blick für die Bedürfnisse anderer. So führt Fasten zum – wirklichen – Teilen: vom Eigenen abgeben, damit andere über mehr Mittel zum Leben verfügen. Darum sammeln Tausende kfb-Frauen unter dem Slogan „teilen spendet zukunft“ in den Pfarren und bei Suppenessen während der Fastenzeit für benachteiligte Frauen in Asien, Lateinamerika und Afrika. Teilen ist der Ausdruck ihrer Solidarität.
Das diesjährige Motto „Gemeinsam mehr für die Klimagerechtigkeit“ legt die besondere Aufmerksamkeit auf die Situation in Nepal. In einer Welt, in der sich Wetterextreme mehren, Wälder verbrennen und der Meeresspiegel steigt, wollen wir alle nicht leben. Weder wir, noch die Menschen im Globalen Süden. Die Klimakrise trifft uns weltweit alle – doch nicht alle gleich. Sie trifft gerade diejenigen am meisten, die sie am wenigsten verursacht haben. Denn wir und unser Lebensstil haben die Klimakrise mitverschuldet, nicht die Frauen im Globalen Süden. Doch gerade sie spüren die Auswirkungen massiv und haben zeitgleich weniger Möglichkeit zur Anpassung als wir. Unsere Partnerinnen aus Nepal berichten uns heuer von den gravierenden Folgen, die ihre Lebensgrundlage bedrohen. In dieser globalen Krise ist der Ruf nach Solidarität und mehr Gerechtigkeit lauter denn je. Die weltweite Solidarität war seit Anbeginn die Antriebskraft der Aktion Familienfasttag der Katholischen Frauenbewegung. Es ist der Aufruf zum Teilen, der Glaube an eine gerechte Welt, der uns motiviert zum Engagement und zum Spenden – heuer unter dem Motto: „Gemeinsam für mehr Klimagerechtigkeit“. Die Frauen in Nepal wie auch in zahlreichen anderen Projekten brauchen unsere finanzielle Unterstützung bei der Anpassung an die klimabedingten Herausforderungen!
Wir konnten den beachtlichen Betrag von € 1.282,66 für Projekte der Katholischen Frauenbewegung überweisen. Das ist der guten Zusammenarbeit mit dem Pfarrgemeinderat und den Schulen, den Religionslehrerinnen und auch den vielen Spendern und Spenderinnen zu verdanken. Besonders bedanken möchten wir uns heuer bei der Firmgruppe von Alexandra Vikoler, die eine köstliche Gemüsesuppe gekocht hat.
In der Schule wird fleißig Brot gebacken und dann als Jausenbrot mit Butter bestrichen. Das dabei Ersparte gaben die Kinder in die Spenden-Würfel.
Eine große Freude war für uns heuer auch, dass bei der Kinderandacht in der Pfarre Schwendt ebenfalls die Aktion „Familienfasttag“ besonders hervorgehoben wurde. Mit der Kirchenmaus Klaus wurde eine „Steinsuppe“ gekocht, die durch Gemeinschaft und Liebe den Hauptakteuren in dieser märchenhaften Erzählung sehr gut geschmeckt hat.
Wir danken der Volksschule Bichlach und Kössen und der Religionslehrerin Tanja Reiter, dass sie so viel dazu beitragen, den Kindern zu vermitteln, ein offenes Herz für die Not anderer Menschen zu haben. Unser Dank geht ebenfalls an die Raiffeisenbank Kössen, die uns die Räumlichkeiten für das Suppenessen der Erstkommunionkinder zur Verfügung gestellt hat.
Wir bedanken uns beim Pfarrgemeinderat, bei Hermann Dagn, Pepi Hörfarter, bei allen Frauen sowie bei den Eltern der Erstkommunionkinder für die köstlichen Suppen und das gebackene Brot, den Firmlingen, unserem Herrn Pfarrer Toferer und vor allem auch allen Spendern und Spenderinnen! Vielen herzlichen Dank!
Josefine Schlechter für die Katholische Frauenbewegung Kössen